Das BIP, die Mafia und Care

August 12, 2014 in News von Ulrike Roehr

Auch verbotene Produktionsaktivitäten werden ab September 2014 in das BIP einbezogen, dazu gehören die Aktivitäten der Mafia ebenso wie der Drogenhandel oder der Frauenhandel zum Zwecke der Prostitution. Das schreibt eine neue Richtlinie der EU vor. Dagegen bleibt – wen wundert’s – die im Privathaushalt erbrachte Sorgearbeit nach wie vor unberücksichtigt.

Ausführlicher berichten darüber Angelika Zahrnt und Irmi Seidl in einem Blogbeitrag auf der Seite Postwachstumsgesellschaft

Agendaprozess „Zukunft sichern und gestalten“

Juli 31, 2014 in News von Ulrike Roehr

Unter dem Titel „Zukunft sichern und gestalten – Forschung zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen“ ruft das BMBF dazu auf, sich aktiv in gesellschaftliche Debatten einzubringen und gesellschaftliche Entwicklungen mitzugestalten. Indem die Sozial- und Geisteswissenschaften Wissen generieren und bereitstellen, das kulturelle und soziale Orientierung ermöglicht, können sie maßgeblich zur Lösung und Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen.

Das BMBF beabsichtigt deshalb, in den kommenden Jahren sozial- und geisteswissenschaftliche Forschung zu Themen von besonderer gesellschaftlicher Relevanz zu fördern. Die Themenschwerpunkte sollen auf Grundlage eines breit angelegten Agendaprozesses ausgewählt werden. Im Rahmen des Agendaprozesses möchte das BMBF außerdem Themen identifizieren, die an das Forschungsrahmenprogramm der EU „Horizont 2020“, etwa an die Förderlinie „Social Innovation“, anschließen können.

Weitere Informationen: http://www.bmbf.de/de/23725.php

Männer an die Windeln! Aber wie?

Juli 7, 2014 in Frage des Monats von Nanna Birk

In Deutschland, wie auch in den meisten Ländern, wird Care-Arbeit, also die Erziehungs-, Pflege-, und Sorgearbeit überwiegend von Frauen ausgeführt – ob bezahlt oder unbezahlt. Bei berufstätigen Frauen führt das zu einer Doppelbelastung durch produktive und reproduktive Arbeit mit der Folge, dass Frauen im Durchschnitt wesentlich mehr arbeiten und wesentlich mehr Verantwortung tragen müssen als Männer. Gleichzeitig beeinflusst diese traditionelle Verteilung der Care-Arbeit massiv die Entscheidung von Frauen, in welchem Umfang und welcher Art von bezahlter Arbeit sie nachgehen möchten. Wird Care-Arbeit an externe, bezahlte Dienstleister delegiert, z.B. an Pflegeheime, Kindergärten, etc. wird sie auch dort in aller Regel von Frauen, zunehmend von Migrantinnen aus osteuropäischen Ländern, als gering entlohnte Anstellung, die kaum gesellschaftliche Anerkennung erfährt, erledigt.

Bei der Diskussion über ein ganzheitliches Verständnis einer Green Economy, die Raum, Zeit und Anerkennung für Care-Arbeit einschließt, muss also die noch immer ungelöste Frage aufgebracht werden, wie Männer dazu gebracht werden können mehr Sorgearbeit zu übernehmen.

Diese Diskussion umfasst mehrere Aspekte:

Von wem soll Care-Arbeit in einer Green Economy übernommen werden? Soll sie staatlich organisiert und von bezahlten Dienstleistern oder privat und unentgeltlich verrichtet werden? Oder gibt es noch andere Lösungen dazwischen?

Wie kann das traditionelle Rollenverständnis vom Mann als Ernährer der Familie und der Frau als Fürsorgerin aufgebrochen werden?

Was muss passieren, damit die traditionelle Zuweisung der Care-Arbeit an Frauen nicht zu Nachteilen in der Karriere führen? Wieso ist Mutterschaft ein Karrierehindernis und Armutsrisiko und Vaterschaft ein Karriereschub und geht mit höherem Einkommen einher? Welches Potenzial haben Ideen wie die, den Nachweis von Care-Arbeit zum Kriterium für Führungspositionen zu etablieren?

Welche Maßnahmen können dazu führen Raum, Zeit und Anerkennung für Care-Arbeit in einer Green Economy zu schaffen? Welches Potential haben flexible Arbeitszeitmodelle, Jobsharing oder die 32-Stunden Woche?

Wie können Männer an die Windeln der Jungen und Alten gebracht werden?

Wiki zu Care, Gender und Green Economy

Juni 16, 2014 in News von Nanna Birk

Was sind die Verbindungen von Care, Gender und Green Economy?

Zu dieser Fragestellung schreiben wir gemeinschaftlich einen Text, der auf Wikipedia zur Verfügung gestellt werden soll.
An der Erstellung können sich alle beteiligen, die auf der Plattform CaGE angemeldet sind.
Mit diesem Wiki möchten wir unser Expert_innenwissen zusammenführen und den Themenkomplex Care, Gender und Green Economy für andere zugänglich machen.

Die aktuellste Version des Wikis finden Sie hier.

Gearbeitet wid über TitanPad. Wenn Sie sich an der Erstellung beteiligen wollen, schicken Sie uns eine Email an kontakt(at)cage-online.de

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

A Caring and Sustainable Economy. A Concept Note from a Feminist Perspective

Juni 13, 2014 in News von Ulrike Roehr

Eine internationale Expertinnengruppe – darunter Mitglieder des CaGE-Teams und -Beirats – hat gemeinsam ein Positionspapiers zu einer sorgenden und nachhaltigen Ökonomie erstellt. Der Prozess wurde Anfang 2013 von genanet/LIFE e.V. gestartet und von der Friedrich Ebert Stiftung fortgesetzt. Die Friedrich Ebert Stiftung hat das Papier jetzt veröffentlicht, und wird es möglicherweise noch in andere Sprachen übersetzen. Wir freuen uns über die Verbreitung und weitere Diskussion.
Download des Papiers